Ziele 2018

Neues Jahr, neues Glück! Es wird sich dieses Jahr auch wieder viel ändern (wir bekommen z.B. unser zweites Kind). Ein paar Dinge möchte ich aber gleich lassen. Ich hoffe, dass ich auch mit zwei Kindern die Sparrate ähnlich hoch halten kann wie in 2017. Das wird vermutlich eines der ambitioniertesten Ziele für 2018.

Kommen wir zum Thema Immobilien: ich muss gestehen, dass ich auch in 2017 immer weiter nach geeigneten Objekten gesucht habe. Fündig bin ich aber nicht geworden. Meine Kriterien sind auch relativ streng. Zum einen kaufe ich nur ganze Mehrfamilienhäuser (ich möchte kein Gemeinschaftseigentum), zum anderen bin ich was die Städte angeht sehr wählerisch und dann darf es auch nicht zu viel kosten. Mehr als einen Faktor 15-16 bin ich wirklich nicht bereit zu bezahlen. Hier gilt ähnliches was ich auch schon für die General-Equities (Dividendentitel etc.) geschrieben habe: Immobilien sind tendenziell teuer bewertet! Ziehen die Zinsen wieder an, wird der Immobilienmarkt wieder einsacken. Ziel ist es in nicht allzu ferner Zukunft einen steten Strom passiven Einkommens zu generieren. Und Immobilien sind prinzipiell sehr geeignet dafür. Allerdings ziehe ich es beim aktuellen Marktumfeld vor Kapital aufzubauen und dieses später in Cash-Flow zu verwandeln (wenn die Bewertungen hoffentlich wieder vernünftigere Dimensionen angenommen haben). Lange Rede kurzer Sinn: ich werde auch 2018 weiter Ausschau halten, mir aber nicht das Ziel setzen eine neue Immobilie zu kaufen. Stattdessen ist das Ziel ganz langweilig das EK auf EUR 87.000 zu steigern. Mittlerweile haben sich auch über EUR 10.000 Rücklagen gebildet (die nicht in meine Net-Worth Betrachtung einfließen). Einen Teil davon möchte ich in die Modernisierung der Immobilie investieren. Zum einen erhöht das die Vermietbarkeit, zum anderen muss ich irgendwie meine Steuerlast reduzieren.

Mein Cash: tja, da wiederhole ich einfach mein Ziel für 2017: EUR 15.000 Cash-Polster.

Am Kapitalmarkt möchte ich mir dieses Jahr ein noch ambitionierteres Ziel als 2017 setzen. Man wächst nur mit der Herausforderung. Und die lautet für 2018 einen Portfoliowert von  EUR 330.000 zu erreichen! Das entspricht einer Steigerung von EUR 90.000 im Vergleich zu Dezember 2017. Wo soll diese Summe herkommen? Wie Eingangs geschrieben, möchte ich meine Sparrate konstant auf ca. EUR 60.000 halten. Davon gehen EUR 45.000 in den Kapitalmarkt und EUR 15.000 in die Cash-Rücklage. Bleiben also noch EUR 45.000 die aus Wertsteigerungen kommen müssen. Um diese starke Performance erreichen zu können, habe ich mein Portfolio etwas umstrukturiert. Zu Beginn des Jahres habe ich folgende Gewichtung gewählt: 50% Silberminen, 30% Basemetals (Kupfer, Zink, Kobalt) und 20% Goldminen. Sollte der Goldpreis 2018 tatsächlich aus seiner Seitwärtsbewegung von 2017 ausbrechen, wird Silber die Bewegung verstärkt nachvollziehen. Folglich müssten die Silberaktien den Sektor outperformen. Im Laufe des Jahres möchte ich meine Exposure im Kupfersektor noch etwas weiteer ausbauen.
Was sind eure Pläne für 2018?

 

Alles Gute und viel Erfolg! Euer Finanzr

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Jahresrückblick 2017

Ein frohes neues Jahr 2018 Euch allen!

Der Jahresrückblick ist längst überfällig! Wie ist 2017 gelaufen und habe ich die Ziele erreicht?

Es ist wirklich viel passiert in den letzten 12 Monaten. Neuer Job, neue Stadt, turbulente Börsen… Leider ist außerdem mein treues MacBook abgeraucht. Momentan versuche ich irgendwie die Daten zu retten – vielleicht hat da ja von euch jemand einen Tipp? Naja, deswegen schreibe ich diesen Text von einem Windows Rechner (dieses System macht mich wahnsinnig! Ständig wird ein Neustart erzwungen, das WLAN wird nicht erkannt… aaahhhhh!). Aber noch viel schlimmer: ich komme momentan auch nicht an meine Exceltabelle mit den Planzahlen und der Historie. Somit gibt es auch diesmal keine Grafik wo man die monatliche Entwicklung beobachten kann. Ich habe das Excel neu aufgesetzt und werde es ergänzen, sollte mir die Wiederherstellung der Daten gelingen.

Die Aktienmärkte hatten 2017 wieder einmal ein fulminantes Jahr! Durch die Bank kannten die großen Indizes nur eine Richtung: nach oben. Und das bei teilweise bereits abenteuerlichen Bewertungen. Der Bullenmarkt geht weiter. Nichts kann ihn aufhhalten. Noch nichtmal politische Unsicherheiten (Nordkorea). Alles ist perfekt und wird immer so weitergehen. Bis es eben nicht mehr weiter geht. Fakt ist: fundamental sind wir näher an der Spitze als am Tal. Das Abwärtsrisiko ist immens, und das Aufwärtspotential aus meiner Sicht beschränkt. Aber der Schwarm schwimmt weiter in die eine Richtung – niemand kann vorhersagen wie lange noch (2 Monate, 2 Jahre…). Und vielleicht kann man nochmal 20% Rendite aus diesem gealterten Bullen herausholen. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Wer weiss das schon. Aber das Risk- Reward Profil ist asymmetrisch und das Verlustrisiko zu hoch. Deswegen habe ich im Laufe des Jahres meine letzten „General-Equities“ verkauft.

Deep-Value findet man z.B. im Rohstoffbereich. Der letzte Rohstoffbulle ist nun schon eine ganze Weile her (das war ein ziemlich aggressiver Bulle!) und wir waren etliche Jahre in einem Bärenmarkt. Das hat zum einen bei etlichen Rohstoffen (Zink, Kupfer…) zu Supply-Destruction geführt, zum anderen waren die Minenbetreiber gezwungen sich auf niedrige/fallende Preise einzustellen und haben ihre Operations und Cash-Flows optimiert. So stehen viele Firmen fundamental sehr gut da und haben depressive Bewertungen. Alles was es braucht ist ein steigender Rohstoffpreis… Im Rohstoffbereich sind wir definitiv näher am Tal als am Gipfel. Das Downside Risiko ist begrenzt und die Upside immens. Vielleicht geht es nochmal 20% runter. Vielleicht auch 30%. Aber das Potential 200% oder 500% zu machen ist da! Deswegen ist dieser Sektor für mich momentan die bevorzugte Anlageklasse!

Der Goldpreis ist zwar yoy gut 10% gestiegen. Allerdings war das kein stetiger Anstieg – wir hatten lange Seitwärts-Phasen und Kurseinbrüche. Das hat viele Investoren im Goldminen Sektor frustriert. Insbesondere das letzte Drittel von 2017 war wirklich nichts für schwache Nerven. Das Gold- und Silberportfolio war teilweise 35% im roten Bereich. Deswegen ist Diversifikation sehr wichtig. Ich hatte einen (zu) kleinen Teil des Gesamtportfolios in Kobalt und Lithium-Explorern, sowie Kupferminen investiert. Diese Werte sind sehr gut gelaufen (und Kobalt ist vielleicht mal ein extra Artikel wert) und haben das Gesamtportfolio etwas abgepuffert. Ich lag im November hoffnungslos abgeschlagen hinter meinen Zielen zurück. Bis, tja, bis die Nikolaus-Rallye in Gold und Silber eingesetzt hat. Gold hat sich innerhalb von zwei Wochen von 1.250$/oz auf über 1.300$/oz hochgearbeitet. Das hat natürlich auch den zuvor abgestraften Minenaktien wieder Leben eingehaucht. In den zwei Wochen sind viele meiner Werte um 20-50% gestiegen und haben die Verluste aus den vorherigen Monaten fast wieder wett gemacht…

Wo stehe ich also mit meinem Vermögen für 2017:

Kommen wir zum ersten Ziel. Mein Cash-Polster auf EUR 15.000 ausbauen. Das hat mal wieder überhaupt nicht geklappt! Ich muss mir hier was anderes überlegen. Momentan habe ich nur knapp EUR 3.000 an Cash-Reserven. Ich konnte die Finger wieder nicht ruhig lassen.

Das Geld ist stattdessen voll in mein Aktienportfolio gewandert. Hier hatte ich mir als Ziel einen Wert von EUR 220.000 gesetzt. Die erfreuliche Nachricht ist, dass ich hier mein Ziel durch die oben beschriebene Jahresendrally bei Gold voll erreichen konnte. Der Stand am 31.12.2017 war stolze EUR 240.024 – fast EUR 20.000 mehr als geplant. Oder auch fast um den Betrag zu hoch um den ich mein Cash-Polster aufbauen wollte… Naja, ich bin natürlich trotzdem voll zufrieden!

Als nächstes kommen wir zum Thema Immobilien: meinem Mehrfamilienhaus. Hier gibt es zum Glück nichts zu berichten, ausser dass alles nach Plan gelaufen ist und der EK Wert nun bei ziemlich genau EUR 77.000 steht. Ein paar kleinere Reparaturen gab es, aber nichts was erwähnenswert wäre. Außerdem gab es einen Mieterwechsel, den ich für eine Mieterhöhung nutzen konnte. Ich habe deswegen ein bisschen Angst vor einer saftigen Steuernachzahlung für 2017…

Mein gesamtes Net-Worth beläuft sich also auf EUR 316.976 und die 2017 Ziele wurden (fast) voll erfüllt! So kann es weiter gehen!

Wie ist euer 2017 gelaufen?

 

Neth-Worth Update

Mein letzter Beitrag ist jetzt schon wieder knapp ein Quartal her. Zeit für ein Update!

An meinem Ansatz und Portfolio hat sich im Grundsatz nichts geändert. Es war aber trotzdem eine turbulente Zeit. Der Goldpreis hat im Juni sein zweites Top ausgebildet und im Juli den Widerstand im Bereich von 1.213 $/oz nach unten getestet. Zum Glück hat er gehalten. Durch dieses Auf und Ab, haben die Minenaktien zwischenzeitlich sogar noch weiter abverkauft. Einige meiner Titel waren 45% im Minus. Da braucht man einen starken Magen und muss an seine Investmenthypothese glauben. Für mich der Beweis, dass mein kurzfristiges Timing schlecht ist. Ich bin definitiv kein Trader, der die Marktbewegungen auf Monatsbasis vorhersagen kann. Aber ich bin überzeugt, dass der Edelmetall-Sektor historisch unterbewertet ist und wir in 2 Jahren ganz andere Preise sehen.

Zum Glück hat im Juli eine Gegenbewegung gestartet, die den Preis bei Gold auf 1.320 $/oz katapultiert hat. Damit sind wir wieder auf dem Preisniveau von September 2016. Schauen wir uns den Silberpreis an, dann hat dieser den Goldpreis bis heute massiv unter-performt! Hier haben wir knapp 2$ Luft oder 10% bis zum Niveau von September 2016. Auch die Minenaktien haben zwar in den letzten Tagen (nach dem Sprung über 1.300$/oz) eine veritable Rally hingelegt, aber etliche Minen sind trotz guter operativer Performance nur knapp bei 50% im Vergleich zum September 2016. Hier schlummern bis zu 100% kurzfristiges Aufholpotential.

Deswegen habe ich die letzten Monate eisern gespart und aggressiv nachgekauft. Mein Fokus lag auf Silber-Minenaktien. Ich erwarte hier einfach den größten Hebel auf steigende Preise!

Mein Net-Worth liegt Stand heute auf 281.284 € und damit ziemlich genau 100.000 € über Vorjahresniveau. Trotz der Underperformance bei den Minenaktien bin ich noch perfekt im Plan. Allerdings werden mich in den nächsten Monaten ein paar ungeplante Ausgaben treffen, die einen großen Batzen meines verfügbaren Cashs aufbrauchen. Das bedeutet keine neuen Investitionen und ich habe keine Möglichkeit auf eventuelle Rücksetzer zu reagieren. Außerdem werden diese Ausgaben das Net-Worth in den kommenden zwei Monaten mindern. Mein Vorsatz den Cashbestand zu schonen hat also schon wieder einen herben Rückschlag erhalten. Mal sehen ob die Minenaktien diese Lücke durch gute Performance ausgleichen können!

Hier die monatliche Entwicklung. Sieht doch schön stetig aus, oder?

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Und hier der Vergleich mit den Vorjahren, seit Beginn meiner Aufzeichnungen:

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Euer Finanzr

There is no straight line up…

Ich habe schon länger nicht mehr geschrieben. Zum einen fehlte mir die Zeit, zum anderen die Ideen.

Wer die letzten Wochen die Edelmetallpreise beobachtet hat, dem ist das Blutbad nicht entgangen. Gold ist von knapp 1.366 $/oz auf 1.220 $/oz gefallen (– 11%). Diese Korrektur ist in meinen Augen nicht unüblich. Was mich eher überrascht hat, ist die massive Underperformance von Silber. Hier ging es von 20,60 $/oz in einer fast geraden Linie runter auf 15,70 $/oz (–24%). Wow – das war ein echter Leberhaken für meine Silberminen Holdings.

Mit dem Tag heute, sieht es so aus, als ob wir einen zwischen Bottom gesehen haben. Die Rückbewegung ist für meinen Geschmack allerdings etwas zu explosiv (Gold +1,8% an einem Handelstag…). Es ist immer gesünder, wenn der Preis sich etwas langsamer entwickelt.

Es ist ganz offensichtlich, dass mein Portfolio unter der Korrektur massiv gelitten hat. Hier ein paar Highlights:

Teranga Gold –24%

Orca Gold –17%

Impact Silver –22%

Alexco Silver –19%

Und so weiter, und so fort… AUTSCH! Auf dem Papier habe ich einen zweistelligen Betrag verloren. AUTSCH! AUTSCH! Diese Verluste konnte ich zum Teil durch eine hohe Bonuszahlung kompensieren, aber eben nur zum Teil. In solchen Marktphasen ist es extrem wichtig eine klare Strategie, eine Hypothese und eine Plan zu haben. Nur wenn man entsprechend vorbereitet ist, kann man mit der Volatilität umgehen und den Druck bei zweistelligen Verlusten zu verkaufen widerstehen. Natürlich muss man seine Investmenthypothese immer hinterfragen. Haben sich das Macro- und/oder Micro-Bild verändert, muss man schnell und entschlossen verkaufen! Ist die These in Takt: tief durchschnaufen und die niedrigen Preise als Geschenk verstehen. Nachkaufen! Nachkaufen! Nachkaufen!

Die wichtigste Lektion für mich aus dieser negativen Entwicklung ist: keep your Cash! Wenn man keine Liquidität hat, kann man diese Marktphasen nicht nutzen und sie streichen an einem vorbei. Ich konnte durch die Bonuszahlung zum Glück etwas nachkaufen, hätte aber im Vorfeld disziplinierter sein müssen! Es ist immer gut Gewinne mitzunehmen. Es ist OK, wenn man nicht die komplette Upside mitnimmt. Es ist wichtiger die Downside zu minimieren – und dazu gehört eben diszipliniert Gewinne zu realisieren, wenn es am schwersten fällt: bei steigenden Kursen! Außerdem hätte ich weniger investieren und mehr Kapital zurücklegen sollen. Die Cash-Position ist eindeutig eine Schwäche von mir, die ich ausmerzen muss. Wer Ideen hat, wie man das umsetzen kann immer her damit!

Naja, im Großen und Ganzen bin ich mit der Entwicklung meines Net-Worth immer noch sehr zufrieden. Mein aktuelles Net-Worth (Stand: 17. Mai 2017) ist etwas über € 260.000. Trotz der schwachen Phase bin ich immer noch knapp € 8.000 über meinem ambitionierten Plan. Ich gehe davon aus, dass sich die Volatilität in den Edelmetallen kurz- und langfristig zu meinem Vorteil auswirkt. Ich werde aber in der Zukunft verstärkt auf meinen Cash-Bestand achten…

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There is no straight line up…!

Wie hat sich euer Vermögen entwickelt?

Explosiver Jahresstart und Milestone Erfüllung

Normalerweise versuche ich die Net-Worth Updates einmal pro Quartal zu geben, aber im Februar habe ich einen Meilenstein erreicht, den ich eigentlich erst Mai/Juni 2017 geplant hatte: die Viertelmillion (klingt irgendwie besser als 250k) ist gefallen. Deswegen gibt es das Update als Zwischenstand also schon etwas früher.

Im Vergleich zu Ende Dezember ist das innerhalb von 1.5 Monaten immerhin ein Sprung von über EUR 40.000 und das ohne Sonderzahlungen meines Arbeitgebers. Ein wirklich explosiver Jahresstart! In der gewohnten Short-Term-Trakr Darstellung sieht die Entwicklung so aus:

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Ich experimentiere gerade ein bisschen mit der Darstellung und habe die Net-Worth Plankurve gestrichelt dargestellt. Mal sehen – vielleicht baue ich in Zukunft auch einfach eine zweite Kurve für den Plan-Ist Vergleich ein. Auch im Jahresvergleich sieht die Entwicklung sehr gut aus. Ich konnte das Vermögen um satte EUR 105.000 steigern. Damit bin ich meinem Jahresziel einen guten Schritt näher gekommen. Und der Februar ist ja noch nicht zu Ende…

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Woher kommt nun dieser starke Sprung? Das außerplanmäßige Wachstum ist ausschließlich der unberechenbaren Assetklasse „Aktien“ zuzuordnen und nicht etwa unerwarteten Cash-Flows wie ein Erbe. Meine (sehr riskante) Anlagestrategie habe ich ja bereits im vorherigen Post kurz dargelegt. Dazu hat mich http://www.fifighter.com Anfang 2016 dazu inspiriert und ich habe mich intensiver mit dem Thema Rohstoffe und Markt-Timing auseinander gesetzt. Bis ca. November 2016 habe ich den Großteil meines traditionellen Dividenden Portfolios in Rohstoff- und Edelmetallminen umgeschichtet, was vom Timing nicht perfekt, aber ganz OK war (ein perfektes Timing ist ja auch nur Zufall – zumindest würde ich das bei meinen beschränkten Fähigkeiten so sehen). Getrieben durch die Erholung des Gold- und Silberpreises seit Dezember, hat auch mein Portfolio einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Natürlich ist das alles keine Einbahnstraße – so schnell wie es hoch gegangen ist, kann es auch wieder runter gehen. Wir werden sehen ob die Viertelmillion hält, ich erwarte jedoch immer stärkere Schwankungen, da der Aktienanteil in meinem Gesamtvermögen immer weiter steigt und damit auch die Volatilität immer mehr durchschlägt. Ich werde daher die Entwicklung kritisch und eng beobachten und gegebenenfalls Gewinne mitnehmen um das Risiko zu reduzieren. Bislang bin ich mit der Entwicklung aber sehr zufrieden. Auch das monatliche Gold-Chart sieht sehr vielversprechend aus. In den nächsten Wochen/Monaten dürften wir wieder auf die 1.300 $/oz zulaufen…

Wie seid ihr in das Jahr gestartet?

Gedanken zur Anlagestrategie: warum ich ein Markt-Timer bin

Der Zweck dieses Blogs ist, meine Reise zu einem Vermögen von EUR 1.000.000 (und vielleicht auch darüber hinaus) zu dokumentieren. Darüber zu schreiben hilft mir sehr meine Gedanken und Überlegungen zu strukturieren und regelmäßig den Fortschritt zu verfolgen.

Die Strategien um Vermögen aufzubauen sind vielfältig. Daraus die richtige auszuwählen ist schwierig und ich bin fest überzeugt, dass die Anlagestrategie immer individuell auf das persönliche Risikoprofil und Vorlieben zugeschnitten sein muss. Das Risikoprofil ändert sich natürlich über die Zeit. Üblicherweise kann man am Anfang, bei kleinem Vermögen mehr Risiko aushalten, als wenn mehr Geld „im Feuer steht“. Aber hey – es gibt auch Leute die sagen: „…warum sollte ich EUR 10.000 anders anlegen als EUR 1.000.000?“. Manche Investoren möchten nur passiv (in ETFs) und manche aktiv investieren. Auch das kann sich mit der Zeit und den Lebensumständen ändern.

Meine Absicht ist, von meinem Vermögen einmal den Lebensabend bestreiten zu können. Wenn alles ideal verläuft, dann könnte ich vielleicht sogar früher als mit 65 das Arbeiten beenden. Aktuell macht mir mein Job aber soviel Spaß, dass so etwas nicht zur Debatte steht, aber das ist ein anderes Thema… Das Vermögen muss also zu einem bestimmten Zeitpunkt genug Cash-Flow abwerfen, dass man seine Ausgaben daraus komfortabel bestreiten kann. Mit diesem Ziel vor Augen, kann den Vermögensaufbau in drei Phasen einteilen. Dabei ist die Höhe des Vermögens abhängig von der Zeit, was in der Grafik unten dargestellt ist.

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Die erste Phase beschreibt den Vermögensaufbau. Überschüssiges Kapital wird zurückgelegt und über verschiedene Assetklassen angelegt. Dabei kommt es darauf an, in möglichst kurzer Zeit ein möglichst großes Vermögen zu erreichen. Das Rezept ist so bekannt, wie trivial: ich spare jeden Monat eine möglichst große Summe und lege diese Summe dann Gewinn bringend an. In der ersten Phase kann ich mehr Risiko tolerieren, da ich zum einen Zeit habe Verluste wieder aufzuholen und zum anderen auch weniger Kapital auf dem Spiel sitzt.  In dieser Phase kommt es nicht auf Cash-Flow (Dividenden), sondern auf einen möglichst hohen Total-Return (Kursgewinne + Dividenden) an.

In der zweiten Phase geht es nun darum das Vermögen so umzuschichten, dass in der dritten Phase ausreichend Cash-Flow (z.B. Dividenden und Miete) generiert wird um jeden Monat einen bestimmten Betrag zur Verfügung zu haben, der den Lebensstandard finanziert. Das Risiko wird in Phase II also reduziert, dafür sinkt auch die Ertragserwartung. In der Erntephase ist meine Risikotoleranz sehr gering, da ich mein Vermögen nicht mehr vermehren, aber Verluste unbedingt scharf begrenzen muss, damit meine Lebensgrundlage erhalten bleibt.

Meine Grundstrategie ist also High-Risk, High-Return und dann sukzessive das Risiko minimieren und das Portfolio / die Assetklassen auf Cash-Flow umstellen.

Die Gretchenfrage, an der eine ganze Industrie hervorragend verdient, lautet: wie baue ich mein Vermögen in Phase I am besten auf? Mit Beratern der Finanzindustrie habe ich sehr negative Erfahrungen gemacht, weswegen ich – wie viele andere Blogger – die Vermögensverwaltung in die eigene Hand genommen habe.

Klar ist, dass die beste Rendite durch Investitionen in Aktien erreicht wird. Viele Blogs im Internet schwören eine der zwei folgenden Anlagestrategien: die Dividendenstrategie oder Anlage in passive ETF. Den meisten Lesern dürften beiden Ansätzen ein Begriff sein. (In Kürze: Dividendenstrategie = man investiert in stabile Unternehmen, die eine Dividende zahlen und diese stetig steigern und auch in Krisenzeiten nicht gekürzt haben. passive ETF = monatlich automatisch einen bestimmten Betrag in ETF investieren und auf Autopilot laufen lassen).

Verfechter der Dividendenstrategie sagen, „…es kommt nur auf den Cashflow an…“. Somit ist es fast egal zu welcher Bewertung in Unternehmen investiert wird. Solange der monatliche Cashflow steigt, ist alles in Ordnung. Der wichtigste Grundsatz von Vertretern des passiven Investieren ist, „…Markt Timing ist unmöglich…“ und man fährt am besten, mit einem extrem breit gestreuten Portfolio – eben einem Index Fund. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass Markttiming über einen langen Zeitraum unmöglich ist und Anleger, die versuchen den Markt zu timen under performen. Nun gibt es aber zahlreiche Daten, die über bestimmte Zeiträume der Dividendenstrategie eine Outperformance attestieren. Also passive Anlage für maximalen Ertrag bei minimalem Risiko. Man bekommt die Markt-Rendite. Nicht mehr und nicht weniger. Klar, das ist ein schlüssiges Konzept.

Ich glaube fest daran, dass es unmöglich ist Aktienkurse vorherzusagen. Ich glaube auch, dass es totaler Humbug ist, die Entwicklung von Aktienkursen mit bestimmten globalen Events zu verknüpfen. Wie oft hieß es von so genannten Kapitalmarktexperten, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, dann steigen oder fallen die Kurse. Häufig passiert aber das genaue Gegenteil von dem was Experten und Analysten prognostiziert haben. Die Verknüpfung von Kursentwicklung mit Ereignissen ist immer eine ex-post Betrachtung und damit als Grundlage einer Investmentstrategie komplett ungeeignet.  All das spricht für die Umsetzung einer passiven ETF Anlagestrategie und dass Markttiming NICHT möglich ist.

Es gibt also keine Abkürzung zu einem großen Vermögen? Meine These ist, dass Markttiming sehr wohl möglich ist. Ich glaube, dass man – bei höherem Risiko – sein Vermögen wesentlich schneller aufbauen kann, als durch eine passive Strategie.  Ich meine das aber etwas differenzierter als man auf den ersten Blick denken muss und möchte in den nächsten Absätzen meinen Ansatz skizzieren.

Bevor wir einsteigen, muss ich jedoch klar stellen: ich bin ein einfacher Privatanleger. Weder habe ich tiefe Sektorexpertise, noch habe ich Zugang zu „Insiderinformationen“, noch habe ich die Ressourcen um Studien wie die großen Markt-Macher zu erstellen, noch bin ich hyper Intelligent.  Es gibt immer Marktteilnehmer, die schlauer, intelligenter, skrupelloser und einfach besser informiert sind. Als Privatanleger operiere ich also in einem Bereich wo eine massive Informationsasymmetrie herrscht. Ich bin „dummes Kapital„. Es gibt immer Profis und Insider, die besser Bescheid wissen und für die ein „dummes Kapital“ ein gefundenes Fressen ist. Dessen muss ich mir immer bewusst sein, sonst mache ich Fehler, die schmerzhaft und teuer sind.

Warum glaube ich als dummer Kleinanleger nun intelligenter als der Rest zu sein? Nun, das glaube ich nicht, denn ich bin definitiv nicht schlauer als alle anderen. Aber Investoren haben ein ausgeprägtes Herdenverhalten. Wie Schafe. Wenn genügend Schafe in eine bestimmte Richtung rennen, dann laufen alle mehr oder weniger blind hinterher. Das geht auch meist ganz gut, bis die Herde merkt, dass sie zu weit in die falsche Richtung geprescht ist und abrupt den Kurs ändert. Genauso ist das an der Börse. Die Triebfeder für die Herde sind dabei zwei Emotionen: Gier und Furcht. Das bedeutet, an der Börse kommt es immer zu Übertreibungen: entweder feiern alle euphorisch neue Höchststände  und halten sich für die Größten oder Aktien werden panisch fallen gelassen und zu jedem noch so niedrigem Preis verkauft. Wenn ich bei einem Geschäft möglichst viel Gewinn machen möchte, dann muss ich billig einkaufen und teuer Verkaufen. Das bedeutet, ich kaufe etwas, wenn es niemand haben will, und verkaufe es, wenn alle total verrückt danach sind. So einfach ist das? Echt jetzt? Echt jetzt! Naja, nicht ganz… Das Problem ist, woher weiß ich wann die Aktie am billigsten ist. Und woher weiß ich wann die Aktie am teuersten ist? Die Antwort ist leider: gar nicht – zumindest nicht als kleiner, dummer Privatanleger (siehe oben)! Das zweite Problem ist, dass unsere Psyche uns ein Schnippchen schlägt. Es fühlt sich echt besch*** an etwas zu kaufen, was niemand haben will. Genauso schlecht fühlt es sich an etwas zu verkaufen, wenn es alle haben wollen. Das führt dazu, dass man eher teuer kauft und billig verkauft. Also doch wieder passiv in ETF investieren? Das Problem ist, die breiten Aktienmärkte sind aktuell auf Rekordjagd und die Bewertungen der Firmen historisch betrachtet recht hoch. Aus meiner Sicht kauft man aktuell teuer. Kann die Rally weitergehen und können wir weitere Höchststände sehen? Absolut! Aber wir sind eher teuer als billig.

Deswegen, habe mich im aktuellen Marktumfeld gegen die passive ETF und die aktive Dividendenstrategie entschieden. Ich versuche den Markt zu timen. Wie mache ich das?

Wie bereits geschrieben: auch für mich ist es unmöglich zu erkennen, wann eine bestimmte Aktie unterbewertet ist und wann ich sie verkaufen muss. Entweder ist irgendwo der Wurm drin und die Aktie ist so billig, weil massiv was faul ist, oder sie ist nur vermeintlich teuer, weil in der Zukunft alles rosig ist. Bei Einzelaktien ist das für mich ein bisschen wie Lotterie spielen. Dazu bin ich nicht gut genug informiert. Etwas anders sieht es aus, wenn ich mir einen ganzen Sektor ansehe. Befindet sich ein gesamter Sektor in Liquidation und wenden sich Investoren scharenweise von einem Sektor ab, dann rennt die Herde in Panik davon, die Aktienkurse stürzen ab. Und zwar alle. Normalerweise gibt es gute Gründe für die Flucht. Die Margen aller Firmen in dem Sektor gehen zurück; viele Firmen rutschen von der Gewinn- in die Verlustzone. Es ist nicht selten, dass ein ganzer Sektor in einem solchen Szenario 70-80% an Wert einbüßt. Sehr häufig kann man ein derartiges Verhalten im Rohstoff Sektor beobachten. Bedeutet also, wenn beispielsweise nur eine Aktie aus dem Ölsektor einen massiven Kursverlust erfahren hat, alle anderen Öltitel aber steigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass in dieser Firma etwas faul ist und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir mit einem Kauf die Finger verbrenne… Vermutlich kein guter Einstiegspunkt. Betrifft es aber den gesamten Sektor, ist das Chancen/Risiko Verhältnis ein ganz anders. Die möglichen Gewinne sind massiv! Markt-Timing mit Rohstoff-Aktien also.

Der passive ETF Investor wird jetzt entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: „Markt-Timing ist ja an sich schon Wahnsinn. Aber Rohstoff-Aktien sind doch das perfekte Rezept zum Desaster! Damit verliert man nur sein Geld. Selbst bei vermeintlichen Blue-Chips. Beweise? Hier ein Chart von Barrick Gold seit 2006. Der Kurs War Anfang 2006 bei knapp 30$ und liegt jetzt bei läppischen 19$. Das macht 11$ oder knapp 37% VERLUST über elf Jahre. Der DAX hat über den gleichen Zeitraum fast 65% zugelegt. Noch Fragen?“

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Wenn man sich das Chart ansieht, dann muss man dem ETFler zunächst zustimmen. Der grundsätzliche Fehler ist, Rohstoffaktien sind KEINE buy-and-hold-forever Aktien! Im Gegensatz zu breiten Index-Fonds oder Blue-Chip Werten, wie Geberit oder Coca-Cola. Rohstoff-Aktien müssen verkauft werden. Sie haben eine eingebaute Verfallszeit – warum das so ist, dazu komme ich später. Schauen wir uns zunächst einmal den ein Jahres Chart von Barrick Gold an.

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Der Kurs ist innerhalb von 10$ pro Aktie auf über 19$ gesprungen. Das ist eine Rendite von 90% in nur 12 Monaten. Ein DAX ETFler hätte im gleichen Zeitraum „nur“ etwa 17% Rendite eingefahren. Man hätte Barrick etwas früher auch für 6€ kaufen können – ein hypothetischer Gewinn von über 300% in etwas mehr als 12 Monaten! Wow – das ist mit einem Index-Fund unmöglich zu erreichen! Woher weiß ich nun dass der perfekte Einstieg bei 6€ gelegen hat? Ich wiederhole mich: gar nicht! Das ist bei solch massiven Kurssprüngen aber auch gar nicht nötig! Selbst wenn der Einstiegskurs bei 10€ liegt, also 60% über dem „perfekten“ Preis, kann man hervorragende Kursgewinne erzielen. Man kann den Markt nicht perfekt timen – muss es aber auch nicht, da die Preisentwicklungen explosiv sind. Entscheidend ist nicht, dass man den Boden perfekt erwischt, sonder dass man kauft wenn die Preise eher am Boden sind und verkauft, wenn man ansehnliche Gewinne zu verzeichnen hat. Man muss gegen den Strom schwimmen um wirklich große Gewinne einfahren zu können. Eine solche Investment-Strategie nennt man auch Contrarian – man macht also das Gegenteil von dem, was der große Markt macht.

Entscheidend ist, dass nicht nur Barrick Gold eine solch beeindruckende Performance hingelegt hat, sondern der gesamte Sektor. Glaubst du nicht? Hier ist der Beweis (der GDX ist ein breiter Index für Goldminen Aktien):

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Wir sehen hier also einen Macro-Trend und nicht einen Micro-Trend. Solche Preisentwicklungen lassen sich bei Gold nicht nur einmal und auch bei anderen Rohstoffen beobachten. Um einen guten (nicht perfekten) Einstieg in Rohstoff-Aktien zu finden, muss man den Macro-Trend verstehen. Von 2011 bis 2016 war Gold in einem massiven Bärenmarkt. Der Goldpreis ist von 1.900$/oz um fast 45% auf etwa 1.050$/oz gefallen. Dem Bärenmarkt vorausgegangen, ist ein massiver Bullenmarkt – der Goldpreis stieg und stieg und die Goldminen fuhren Gewinne ein ohne auf die Kosten oder Finanzierung zu achten. Das rächte sich, denn bei knapp 1.000$/oz waren nur noch ganz wenige Produzenten profitable. Das führte dazu, dass Minen geschlossen wurden, Produktion heruntergefahren oder eingestellt wurde und kaum noch jemand profitable war. Die einfache Weisheit im Rohstoffsektor lautet: hohe Rohstoffpreise führen zu niedrigen Preisen und umgekehrt. Wie alle anderen Waren sind die Preise von Rohstoffen durch Angebot und Nachfrage getrieben. Doch bei Rohstoffen ist ein natürlicher Hebel auf den Preis eingebaut: die niedrige Preiselastizität. Steigt die Nachfrage nach einem Wirtschaftsgut, steigt bei gleich bleibendem Angebot zunächst der Preis, so dass auch bald das Angebot steigt und das Marktgleichgewicht wieder hergestellt ist. Bei einer hohen Preiselastizität reagiert das Angebot recht schnell auf einen steigenden Preis. Bei Rohstoffen dauert es jedoch meist recht lang bis neue Produktionskapazität an den Markt gebracht werden kann. Bevor eine Ressource ausgebeutet werden kann, gehen etliche Jahre kostspieliger Exploration und Konstruktion der Mine voraus. Steigt also nun die Nachfrage, verknappt sich das Angebot und der Preis steigt immer weiter. Gerät die Situation außer Balance, explodiert der Preis für den Rohstoff (in unserem Beispiel Gold) regelrecht. Auch die Marktkapitalisierung der jeweiligen Produzenten geht durch die Decke. Die hohen Preise führen jedoch auf lange Sicht dazu, dass sehr viel Kapazität neu an den Markt gebracht wird – häufig fällt dies mit einer schwindenden Nachfrage zusammen, so dass der Preis nun die umgekehrte Richtung nimmt. Das ist die eingebaute Verfallszeit. Er fällt ins Bodenlose und Kapazität wird vernichtet… The cure for low prices is low prices. Springt die Nachfrage wieder an, wiederholt sich der Zyklus. Boom & Bust heißt es dann.

Der zweite wichtige Aspekt ist, die „Stimmung“ von Investoren gegenüber dem Sektor (engl. Sentiment) abzuwägen. Ein gutes Zeichen für den Einstieg sind „Fach“-Artikel, die über die grauenhafte Zukunft eines Rohstoffs schreiben und neue Tiefstpreise vorhersagen; Firmen kürzen Reihenweise ihre Dividenden; die Marktkapitalisierung liegt unter dem Cash auf dem Konto; keiner möchte investieren. Tut man es dennoch, fühlt es sich schlecht an! Der Portfoliowert kann locker nochmal 30-60% sinken. Wir erinnern uns: es ist unmöglich den absoluten Tiefpunkt verlässlich vorherzusagen. Dreht sich der Sektor, springt das Portfolio dramatisch schnell nach „grün“. Ein weiteres Problem bei dieser Strategie ist, dass man vom Timing her zu früh sein kann. Der Sektor bleibt unbeliebt – oder im Worst-Case Szenario war die Macro Analyse falsch und die Nachfrage setzt nicht mehr ein (z.B. erneuerbare Energien verdrängen Kohlekraftwerke und die Kohle Nachfrage geht permanent zurück). Man muss seine Investment These immer regelmäßig überprüfen und da ich aber nur mir selbst Rechenschaft schuldig bin, kann ich auch längere Phasen überstehen, in denen mein Portfolio rot ist. Bei institutionellen Anlegern und Investoren in Phase II oder III sieht das anders aus. Und ganz klar ist auch: diese Strategie ist riskant. Die Gewinne sind nicht garantiert. Somit ist es sicher nicht jeder Manns Sache!

Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt, empfehle ich euch den Blog von Jay: http://www.fifighter.com . Er hat etliche hervorragende Posts verfasst (viel besser als mein Abklatsch 😉 ) und veröffentlicht auch seine Trades quasi in Real-Time.

Was sind eure Anlagestrategien? Wie seht ihr das Thema?