Net-Worth Update

Die Rallye der Edelmetall-Minen in seit März 2020 hat unser Net-Worth massiv nach oben katapultiert. Meine Investment-These und das genommene Risiko beginnen sich auszuzahlen. Das liquide Vermögen liegt mittlerweile bei gut 825.000€ und das Gesamtvermögen bei knapp 935.000€. Damit hat sich das liquide Vermögen (fast ausschließlich angelegt in Rohstoffaktien) seit Dezember 2019 mehr als verdoppelt! Das Jahr 2020 war wirklich eine finanzielle Achterbahnfahrt. Die erste Million ist nun zumindest in Sichtweite…

Net-Worth Trakr

Der Dip im März ist schön zu sehen, auch wenn er im Maximum sogar noch etwas schlimmer war (siehe auch: https://finanzr.wordpress.com/2020/12/30/makro-sicht-auf-2020/). Die Monate September – November habe ich leider aus Zeitgründen nicht erfasst. Ich hatte schlicht beruflich zu viel um die Ohren um meine Excel-Sheets auf dem Laufenden zu halten, deswegen erscheint die Vermögensentwicklung in diesem Zeitraum „flach“. In Realität hat es natürlich Schwankungen gegeben.

Das Gesamtvermögen hat sich durch die Minenaktien seit März fast verdreifacht. Nicht schlecht… Auf den Start der Aufzeichnungen Ende 2015 bezogen haben wir bisher eine jährliche Rendite von ziemlich genau 28% auf das liquide Vermögen erzielt. Wenn alles halbwegs normal verläuft, sollte in 2021 die erste Million geknackt werden. Und die erste ist ja bekanntlich auch die schwierigste!

Die Kunst wird natürlich sein diese hohe Rendite über die nächsten 5-10 Jahre aufrechtzuerhalten. Um bei einer Entnahmerate von 3% unsere Kosten nach Steuern komfortabel decken zu können brauchen wir ein Vermögen von 3-4 Millionen. Wir sind also noch ein gutes Stück vom Ziel entfernt.

Net-worth vs. gespartes Kapital

In der Grafik oben sieht man das Vermögen (lila Kurve) aufgetragen gegen das kumulativ gesparte Kapital (orange Kurve). Leider habe ich keine präzisen Aufzeichnungen über die exakte Sparrate, aber 4.500€ pro Monat treffen die Realität schon ganz gut. Was in 2018 – neben einem Dip in den Aktien – zu einer Reduktion im Vermögen geführt hat, waren die Kaufnebenkosten aus dem Kauf eines zweiten Mehrfamilien Hauses. Die graue Kurve zeigt die Änderung des Vermögens von Monat zu Monat. Man sieht, dass erst in 2020 so richtig Musik in die Veranstaltung gekommen ist.

Die erste der beiden Immobilien läuft mehr oder weniger auf Autopilot nebenher. Leider gab es bei der zweiten Immobilie durch den Investitionsstau immer wieder etwas größere Reparaturen, die ich auch steuerlich nicht geltend machen kann. Von der letzten Reparatur warte ich noch auf die Rechnung, es dürften aber sicher mal wieder ein paar tausend Euro werden. Ich würde sagen das ist die größte Baustelle in unserem Gesamtportfolio. Sollte sich das in den nächsten 2-3 Jahren nicht bessern, werde ich über einen Verkauf nachdenken. Wenn die Zinsen niedrig bleiben, sollte das vielleicht sogar mit einem netten Gewinn machbar sein.

Wie hat sich euer Vermögen in 2020 entwickelt? Schreibt doch davon in den Kommentaren unten!

Gruß

Finanzr

Makro-Sicht auf 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es war wirklich eine bizarre Erfahrung für uns alle. Ich schätze uns sehr glücklich, dass wir gesundheitlich und wirtschaftlich (keine Kurzarbeit, kein Jobverlust) durch 2020 gekommen sind. Ich hoffe dass sich die Pandemie 2021 abschwächt und wir wieder langsam zur Normalität zurückkehren können. Vor drei Monaten war ich noch überzeugt, dass wir schnell durchkämpfen werden und um Ostern herum das soziale Leben wieder hochgefahren werden kann. Offenbar haben es unsere Politiker nicht geschafft ihren Job zu erledigen und für Deutschland ausreichend Impfstoff zu besorgen – wir werden wohl nicht vor Ende des Jahres genug Immunität aufgebaut haben. Das ist nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht schlecht, sondern wir ermöglichen es durch diese Dummheit dem Virus auf den Evolutionsdruck „Impfen“ zu reagieren und schenken dem Virus wertvolle Zeit sich auf eine geimpfte Bevölkerung einzustellen… Naja, unser Job als Investoren ist nicht zu lamentieren was hätte passieren sollen, sondern sich zu positionieren für das, was kommen wird.

Die wirtschaftlichen Folgen waren durch die Rettungsprogramme kaum zu spüren, ich befürchte, dass wir (im Frühjahr?) 2021 einen heftigen deflationären Schock spüren werden: Insolvenzen, Arbeitslosigkeit, Zerstörung von Kapital. Dieser deflationäre Schock wird sich auf fast alle Assetklassen negativ auswirken. Ich werde dennoch komplett investiert bleiben, denn ich bin der Überzeugung, dass die Zentralbanken extrem schnell mit extremen Maßnahmen auf diesen Schock reagieren werden. Der negative Effekt wäre also sehr kurz und schwer zu timen. Da ich mir genau so gut vorstellen kann, dass dieser Schock an den Finanzmärkten ausbleibt, bleibe ich also komplett investiert und werde mich von Kursverlusten von 40-60% nicht vom Weg abbringen lassen. Mal sehen wie sich die Sache entwickelt, ich glaube 2021 wird an den Märkten noch spannender als 2020.

Als Erinnerung: der März 2020 war wirklich extrem. Mein Aktienportfolio hat innerhalb weniger Wochen von über 400.000€ auf ca. 160.000€ nachgegeben. Das ist ein Verlust von gut 60%! Ich kann euch versprechen, dass sich das wirklich nicht gut angefühlt hat. Fast eine viertel Million Euro quasi über Nacht weg. Es war jedoch klar, dass dieser deflationäre Schock von den Zentralbanken genauso bekämpft werden würde wie die aus der jüngeren Vergangenheit: Drucken von neuem Geld! Der große Unterschied zu den letzten deflationären Schocks (z.B. GFC 2008, Euro-Krise 2011 etc.) war, dass dieses Mal die Politik mit lockerer Fiskal-Politik, also massiven Stimulus Paketen die Wirtschaft stützen würde. In den USA wurde sogar das berühmte Helikoptergeld etabliert. Jeder Bürger bekam 1.200 USD überwiesen. Die nächsten 2.000 USD wurden/werden gerade im Moment auf den Weg gebracht. Natürlich reicht das nicht um kurzfristig die negativen Effekte auf die Bevölkerung abzufedern. Die gesellschaftlichen Auswirkungen in den USA sind dramatisch. Aber ich möchte hier bewusst nur auf der finanziellen Ebene bleiben… Der Punkt ist: ist der Geist erst einmal aus der Flasche, wird dieses Instrument wieder und wieder verwendet werden.

Genau das ist auch der Grund warum Aktien, Rohstoffe, Bitcoin und Bonds durch die Decke gehen. Die Geldmenge wird ausgedehnt und über die lockere Fiskalpolitik findet diese Geldmenge nun langsam den Weg in die Realwirtschaft. Wir sind noch weit von wirklicher Inflation entfernt, dazu war / ist der Schaden durch die Pandemie zu groß und die deflationäre Wirkung zu stark. Aber die Mechanismen haben sich in Bewegung gesetzt und wir werden einen langsamen und graduellen Shift sehen. Aus meiner Sicht wird das zu nachhaltig negativen realen Renditen führen ( reale Rendite = risikoloser Zentralbank Zins – Inflationsrate). Da die Zentralbanken die Zinsen auf absehbare Zeit extrem niedrig halten, brauchen wir also keine hohe Inflationsrate um massive negative reale Renditen zu bekommen. Bzw. wir haben diese schon.

Es ist wichtig zu verstehen, dass negative reale Renditen von Politik und Zentralbanken angestrebt werden. Und zwar über einen langen Zeitraum. Das bedeutet, die Vermögen von Sparern (also Menschen die nur in festverzinsliche Produkte, wie Sparbuch, Lebensversicherung etc.) werden gezielt, bewusst und massiv entwertet. Warum machen Politiker das? Nun, sie haben gar keine andere Wahl: die gesamte Weltwirtschaft ist so stark verschuldet, dass weitere Schulden nicht in zusätzlichem Wachstum münden. Die Zinslast und Schulden drücken sogar das Wachstum. Wenn die Zinsen auch nur minimal steigen, wird das katastrophale Folgen haben, da so die Belastung der Wirtschaft.

Powell's Fantasy: The Economy Should Grow Faster Than Debt | Seeking Alpha

Die obige Grafik ist aus folgendem Seekingalpha Artikel entnommen: https://seekingalpha.com/article/4308227-powells-fantasy-economy-should-grow-faster-debt

Es wird klar, dass die Verschuldung im Verhältnis zu GDP reduziert werden muss damit wir wieder produktivitäts getriebenes Wachstum bekommen können. Es gibt drei Möglichkeiten um das zu erreichen 1) die Wirtschaft wächst schneller als die Schulden (das ist leider nicht mehr möglich; s.o.) 2) wir machen einen Schuldenschnitt so wie in Griechenland 2011 3) wir lassen die Schulden durch nachhaltig negative Rendite „verschwinden“. Option 1+2 sind faktisch unmöglich. So bleibt nur Option 3 der schleichenden Entwertung über einen langen Zeitraum. Das entwertet die Schulden – aber leider auch die Vermögen der Sparer.

Just say no to negative real yields

Wie man oben sieht, haben wir negative Rendite seit gut 2021. Tendenz fallend! Das Perfide ist, die meisten Menschen werden das gar nicht wahrnehmen, denn wie oben schon geschrieben, brauchen wir gar keine „galoppierende“ Inflation für massive Geldentwertung. Die niedrigen/negativen Basis Zinsen der Zentralbanken machen es möglich!

Meine Investment-These weiterhin massiv in Rohstoffe/Edelmetall Aktien zu investieren ist stärker als je zuvor. Auch die relative Bewertung der Rohstoffe zu den standard Indizes ist auf einem absurd niedrigen Niveau. Früher oder später wird sich das Verhältnis angeleichen. Ich kann warten…

Wie seht ihr die Marko-Lage? Ich freue mich auf eure Einschätzung!
Gruß

Finanzr

Konsolidierung bei den Metallen

Nach der bedingungslosen Kapitulation im März haben die (Edel)-Metalle eine bombastische Ralley hingelegt. Gold war über 2.000€/Unze. Auch die Minenaktien haben sich toll entwickelt. Nach einem parabolischen Anstieg gibt es IMMER eine Konsolidierung. In jedem Bullenmarkt. Und genau das haben wir von Anfang August bis heute erlebt. Ich muss gestehen, dass die letzten Monate mental sehr anstrengend waren. Aber genau das ist der Sinn von solchen Phasen: die heißen Finger werden aus dem Markt gespült und die Psychologie ge-resetted. Kurzfristig ist Börse nämlich nur Psychologie. Mein Portfolio hatte in dieser Zeit eine Schwankung von fast 200.000€ (nach unten).

In dem folgenden Chart sieht man schön den Abwärtskanal seit August und die starken Ausschläge nach oben und unten. Wenn die obere Linie mit entsprechendem Volumen durchbrochen wird können wir sicher sein, dass die Konsolidierung vorbei ist und die nächste Impulswelle nach oben bevorsteht. Ich glaube dass wir die Tiefs dieser Konsolodierung gesehen haben, auch wenn es locker nochmal in Richtung 1.700$/oz gehen kann ohne dass sich an meiner bullischen Positionierung etwas ändern würde.

Ein weiters spannendes Edelmetall ist Platin. Im Gegensatz zu Gold, Silber und Palladium hat Platin an der bisherigen Rallye fast nicht partizipiert. Wir haben eine ziemlich ausgeprägte Boden-Struktur über gut vier Jahre (von 2015 bis heute) ausgebildet. Je nachdem wie man die Trendlinie zieht sieht man, dass wir eine Änderung in der Marktstruktur sehen: der Preis ist über die kritische Marke von ca. 1.040 $/oz gestiegen. Im Verlauf des heutigen Handelstages wurde diese Linie erneut getestet – allerdings von oben. Für mich eine super Gelegenheit um mit überschaubarem Risiko aber mit hohem Upside Potential einen spekulativen Trade aufzusetzen. Ich habe etliche LEAPS (long-dated Call Optionen) mit einer Laufzeit bis Sept. 2021 gekauft. So profitiere ich gehebelt von der Entwicklung des Underlying (in diesem Fall: Platin). Natürlich ist das eine Strategie mit einem hohen Risiko, da der Hebel bei fallenden Kursen natürlich auch gegen mich arbeitet. Deswegen ist es wichtig, dass man lange Rest-Laufzeiten in den Optionen hat. So wird das Timing nicht so wichtig (wobei man das Wiederum mit einem Time-Decay bezahlt). Bevor man also blind Optionen kauft, sollte man sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Auf Twitter hat das der Nutzer @Papaws13 ganz gut und verständlich in diesem Thread zusammengefasst: Papaws auf Twitter: „(1) So let me try to write something down on #options, more specifically #LEAPs (Long-term options). Options? Options give you the 𝗿𝗶𝗴𝗵𝘁 to buy (call) or sell (put) an underlying asset (= stock/ETF) at a fixed price (= strike price) up to a spec. date (= exp. date).“ / Twitter

Ich habe eine entsprechende Position auch für Silber, da ich davon ausgehe dass der Silberpreis sich in den nächsten 3-5 Monaten explosiv entwickeln wird. Insgesamt habe ich ca. 40.000€ über Optionen auf Silber und Platin im Markt, was etwa 5% von meinem liquiden Vermögen entspricht. Ich werde an dieser Stelle berichten wenn ich verkaufe – entweder weil der Trade nicht funktioniert, oder um eben Profite mitzunehmen.

Ich bin extrem positiv gestimmt was die nächsten Monate angeht und glaube dass wir gerade eine gute Gelegenheit haben um auf den (spekulativen) Edelmetall Zug aufzuspringen. Carpe diem – aber immer selbst DD machen und eine eigene Investment These aufbauen. Nicht kaufen, nur weil irgendwer im Internet irgendwas schreibt.

Was haltet ihr von einem möglichen „Ausbruch“ der Edelmetalle aus ihrer Konsolidierungsphase?

Gruß vom
Finanzr

Update Mitte 2020

Es wird mal wieder Zeit für einen Post … finde ich zumindest 🙂

Leider komme ich nicht so konsequent dazu über die Vermögens-Reise zu bloggen wie ich mir das zu Beginn vorgestellt habe. Mal sehen ob ich einen regelmäßigeren Rhythmus finde.

Ein paar Dinge haben sich in den letzten Jahren drastisch zu der Ausgangssituation geändert und weiterentwickelt. So haben sich vor allem meine Gedanken zum Thema Vermögensplanung – durch Erfahrung und externe Faktoren getrieben – verändert. Ich möchte sagen: an der ein oder anderen Stelle bin ich vielleicht auch realistischer geworden. Hier meine aktualisierten Gedanken:

VERMÖGENSZIEL: Mittlerweile halte ich ein Vermögensziel von 3-4 Millionen bis Mitte 40 für realistisch (komplett ohne Erbe und Lotto). Das ergibt sich aus der Fortführung der aktuellen Sparrate und einer angenommenen Rendite von 10% für die nächsten 10 Jahre. Real liegen wir momentan eher bei 30% auf das liquide Vermögen. Es kann also auch schneller gehen, wenn alles gut läuft. Ein Vermögen von 3-4Mio würde mir bei einer 3% Cash-Flow Rendite 90-120k€ pro Jahr Cash, ohne Kapitalverzehr, generieren. Damit könnten wir unseren Lebensstil auch nach Steuern sehr komfortabel und komplett finanzieren. Das heißt, dass wir momentan den Fokus auf Vermögensaufbau und erst in Zukunft auf Cash-Flow legen werden. Ich werde also das Portfolio in den nächsten Jahren immer wieder konsequent umbauen. Das größte Risiko bei diesem Plan ist die Frage ob wir unser Gehalt und damit die Sparrate über einen so langen Zeitraum konstant halten können. Von einer weiteren Steigerung des Gehalts gehe ich momentan nicht aus.

IMMOBILIEN: Ursprünglich wollte ich meine erste Immobilie mit Auslaufen der Zinsbindung (15 Jahre) durch den Cash-Flow komplett abbezahlt haben. Mittlerweile habe ich eine zweite Immobilie und bin von diesem Vorhaben quasi komplett abgekommen. Zum einen ist der reale Cash-Flow nach Steuern niedriger als zunächst gedacht. Das liegt vor allem an Reparaturen und dass ich die Mieten quasi nicht erhöht habe. Einige meiner Mieter haben es nicht leicht über die Runden zu kommen und 50€ mehr oder weniger im Monat sind für sie viel Geld. Mich bringt es nicht um, so dass ich mich hier bewusst gegen eine Optimierung entschieden habe. Zum anderen bin ich mir aktuell nicht sicher ob ich beide Immobilien langfristig im Bestand halten möchten. Zumindest das erste Objekt könnte ich in ca. 5 Jahre steuerfrei verkaufen. Die Quadratmeterpreise liegen momentan locker bei 2.300€ – gekauft hatte ich für knapp 1.200€/qm. Gut möglich, dass ich die Gewinne steuerfrei realisieren werde und in andere Assets packe. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, wären das auf mein Eigenkapital 3-400% nach Steuern in 10 Jahren. Nicht sooo schlecht! Momentan sehe ich keine attraktiven Deals auf dem Markt und fühle mich mit gut 1Mio Schulden auch recht wohl. Mehr wäre sicher möglich, aber es fühlt sich gut an, dass ich mit meinen liquiden Assets quasi sofort 80% davon tilgen könnte, wenn ich müsste. Heißt: wenn die Märkte so bleiben wie sie sind, kaufe ich keine weiteren Steine.

LIQUIDES VERMÖGEN: Meine Disziplin beim Cash-Puffer lässt immer noch zu wünschen übrig. Im März habe ich diesen komplett aufgelöst und bin ALL-IN gegangen. Die Strategie, dass ich in Rohstoffaktien investieren dürfte bekannt sein. Ich sehe in diesem Marktsegment die größten Chancen. Die großen Investoren (Pensionsfunds, Buffet, Versicherungen) fangen gerade erst an Kapital in Rohstoffe zu allokieren. Mangels Alternativen werden wir standardmäßig 3-5% Allokation vom Gesamtportfolio in Edelmetalle und andere Rohstoffe sehen. Davon sind wir MEILEN entfernt. Das ist für mich auch der wichtigste Treiber für das Feuerwerk, was wir in den Minenaktien noch sehen werden. Der Nachbrenner werden die Zentralbank- und Fiskalpolitiken in den USA und Europa werden. Katalysiert durch COVID-19 werden wir einen Regmine-Change von Deflation (seit den 1980er Jahren) zu steigenden nominal Zinsen (bei sinkenden Real-Zinsen) und damit Inflation sehen. Das entscheidende ist: wir reden hier nicht über ein singuläres Event. Das ist ein gradueller Wandel. Wenn es offensichtlich ist, wird es zu spät sein sich zu positionieren. Mal sehen wie sich das alles entwickelt, aber ich rechne mindestens mit 24 Monaten bevor wir eine erste nennenswerte Korrektur (30-50%) in den Edelmetallen sehen werden. Mein liquides Vermögen liegt momentan bei ca. 750k€. Ich rechne damit, dass wir in den nächsten 6-12 Monaten die erste Mio Vermögen, vorbehaltlich eines breiten Markt-Crashes, knacken werden.

ZWISCHENFAZIT: Ich bin recht zufrieden, was wir seit 2015/16 in Sachen Vermögensaufbau geleistet haben. Natürlich haben sich unsere Gehälter auch sehr gut entwickelt, aber wir haben uns auch stark diszipliniert das Geld nicht zu verkonsumieren. Wir sind momentan bei gut 850k€ Gesamtvermögen. Ich müsste mal ausrechnen wieviel % von unserem bisherigen Netto das entspricht. Ich glaube, dass wir hier recht nah an 100% – womöglich sogar darüber liegen. Investieren und asymmetrische Wetten zahlen sich also aus!

Welche Themen interessieren Euch am meisten? Über was sollte ich als nächstes schreiben? Ich freue mich über euren Input, dann können wir die ganze Veranstaltung etwas interaktiver aufsetzen.

Gruß! Euer

Finanzr

Neues Jahrzehnt, neues Glück

Ich wünsche Euch zunächst mal ein frohes neues Jahr 2020!
Durch mein zweites Kind haben sich die Prioritäten in meinem Leben nochmals etwas verschoben.  Die Investments und das Ziel habe ich natürlich trotzdem nicht aus den Augen verloren. Es ist im Juni 2018 sogar ein weitere Mehrfamilienhaus dazugekommen.  Es ist mein fester Vorsatz für 2019, wirklich regelmäßig zu bloggen… Ich freue mich schon auf den Austausch mit Euch!

Deswegen möchte ich das neue Jahrzehnt zunächst mit einem Net-Worth Update  und einem kleinen Rückblick starten! Die Ziele für 2020 gibt es dann in einem separaten Beitrag. Mein Investment Ansatz hat sich nicht wesentlich verändert. Die allgemeinen Indizes sind sogar noch krasser bewertet als zu Beginn dieses Blogs und Rohstoffe noch fast genauso unbeliebt. Lediglich die Edelmetalle haben eine nette Rally hingelegt und einige wichtige technische Hürden hinter sich gelassen. Meine Grund-These – nämlich dass die Märkte in einer Sektor-Rotation wieder in die ungeliebten „Hard-Assets“ drehen – hat sich bislang noch nicht bestätigt. Nichts desto trotz bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass der konträre Investor in den nächsten 2-4 Jahren fantastische Gewinne einfahren wird.

Wie hat sich das Vermögen in 2019 entwickelt:
Folie1

Cash. Wir haben mittlerweile ein Cash-Polster von gut EUR 24.000 aufgebaut. Wir waren beide recht fleißig was Side-Hustles und die Verkäufe von gebrauchten Gegenständen anging und doch recht diszipliniert im Ansparen (geholfen haben sicherlich auch üppige Bonuszahlungen). Mit diesem Cash-Polster bin ich sehr zufrieden, wir können damit locker unsere Ausgaben für 6-8 Monate decken. Das Geld liegt auch auf einem separaten Konto, damit ich nicht in Versuchung komme davon Investments zu tätigen…

Das Aktienportfolio hat sich wirklich gut entwickelt und enthielt zum 31.12.2019 den stolzen Betrag von EUR 394.460. Damit liege ich bei einem IRR von über 15% auf mein liquides Vermögen. Das ist ein Wert der bei besserem Risiko-Management noch höher liegen könnte. Das ist auch eines meiner wichtigsten Learnings aus 2019: alle Positionen müssen mit strategischen Stopp-Loss Ordern abgesichert werden. Diesen disziplinierten Ansatz habe ich mittlerweile implementiert und hoffe dass sich das in den nächsten Monaten / Quartalen auch positiv bemerkbar machen wird.

Wie eingangs bereits angedeutet, habe ich mittlerweile ein zweites Mehrfamilienhaus erstanden. Die Immobilie habe ich diesmal zu 110% mit 2% Tilgung finanziert. Das Objekt war bereits bei Kauf renovierungsbedürftig und der Umfang mir auch bekannt. Die Aussagen von Gutachter und Handwerkern war, dass die Sanierung noch warten kann – ein Wasserrohrbruch hat allerdings erfordert, dass ich alle Bäder und auch den Hauptstrang nun doch schon 2019 erneuern musste. Finanziell kein Desaster, da ich bei der Finanzierung schon einen entsprechenden Betrag berücksichtigt habe und auch die Versicherung einen Teil übernommen hat, aber doch ärgerlich und vor allem recht Zeit intensiv. Nach ein paar Fehlgriffen habe ich jetzt einen tollen Handwerksbetrieb gefunden, der sehr zuverlässig und auch pragmatisch beim finden von guten Lösungen ist. Ich hoffe, dass sich der Rest der Bausubstanz mehr an den Sanierungsplan halten wird… Das erste Mehrfamilienhaus läuft nach wie vor ganz langweilig und ohne Probleme weiter.  Mein EK in den Immobilien beläuft sich Stand 31.12.2019 auf EUR 81.764 und erhöht sich jeden Monat um etwa EUR 2.300.

Und hier die Entwicklung nach Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen:

Folie1

Wie ist es Euch ergangen?

Euer

Finanzr

Net Worth Update Mai 2018

Ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Das liegt daran, dass das Jahr 2018 sowohl beruflich, wie auch privat sehr spannend und dynamisch ist. Im Grunde alles sehr positive Entwicklungen. Dadurch haben mir leider die berühmten ruhigen Minuten gefehlt um mich meinem Blog zu widmen… Nach 5 Monaten ist es aber wieder soweit! Mittlerweile habe ich auch meine alten Daten wieder gerettet und meine Grafiken auf die tatsächliche Historie angepasst (s.a. Post über die Ziele für 2019). Ich habe in meinen Networth Trakr außerdem langfristige Planungsbänder eingefügt: das obere Band entspricht 20% Rendite auf meine liquiden Assets, das mittlere 15% und das untere 8%. Kurzfristig habe ich mir für dieses Jahr grob die 20% Rendite gesetzt. Mittelfristig peile ich die 15% an.

Folie2

Fangen wir mit der Übersicht an: zum 31.05.2018 belief sich mein Networth auf insgesamt 337.530€ – das sind 104.558€ mehr als Ende Mai 2017. Eine stolze Steigerung. Doch leider bin ich insgesamt hinter meinem ambitionierten Plan für 2018. Die Differenz zum Soll beträgt immerhin 12.500€. Woran liegt das?

Folie3

Bei der Immobilie läuft alles nach Plan. Keine Mietausfälle und keine unerwarteten Kosten. Das Haus ist wirklich sehr stabil. An der Sparquote liegt es auch nicht. Meine Anlagen in Gold- und Silberminen haben nicht gut performt. Das liegt an der Seitwärtsbewegung des Goldpreises. Ich bin hier aber nach wie vor sehr entspannt. Meine Anlagethese beruht auf der Tatsache, dass Edelmetalle und Rohstoffe die wahrscheinlich letzte Assetklasse sind, die nicht massiv durch die Geldflut der Zentralbanken überbewertet sind. Tatsächlich ist diese Assetklasse im Verhältnis zu DAX, S&P500 und Co sogar historisch unterbewertet. Gleichzeitig sind Staaten und Unternehmen massiv verschuldet. Schaut euch mal die Target 2 Salden an, dann wisst ihr was ich damit meine. Der Ausweg aus dieser Schuldenfalle ist entweder ein Haircut oder Inflation. Ein Haircut tut weh und ist politisch schwer durchsetzbar (wenngleich wohl auch der richtige Ansatz), somit bleibt eigentlich nur die Inflation. Mittelfristig gehe ich also von steigenden Preisen realer Anlagen aus (auch „normale“ Aktien). Ich bin aber auch davon überzeugt, dass diese Mischung zu einer Neubewertung von Edelmetallen und Rohstoffen sorgen wird und diese mittelfristig wesentlich besser performen.

Es bleibt aber spannend ob die Neubewertung noch dieses Jahr kommt und ich mein Anlageziel dieses Jahr tatsächlich erreichen kann. Die Märkte sind volatil und für mich ist entscheidend, dass ich meine Sparquote aufrechterhalten kann. Somit sehe ich mich trotz des Rückstands auf den 2018er Plan grundsätzlich in der richtigen Spur.

Für den Juni Bericht habe ich eine spannende Neuigkeit für meine langfristige Vermögensplanung. Seid also gespannt auf eine große Veränderung!

 

Euer Finanzr

 

Ziele 2018

Neues Jahr, neues Glück! Es wird sich dieses Jahr auch wieder viel ändern (wir bekommen z.B. unser zweites Kind). Ein paar Dinge möchte ich aber gleich lassen. Ich hoffe, dass ich auch mit zwei Kindern die Sparrate ähnlich hoch halten kann wie in 2017. Das wird vermutlich eines der ambitioniertesten Ziele für 2018.

Kommen wir zum Thema Immobilien: ich muss gestehen, dass ich auch in 2017 immer weiter nach geeigneten Objekten gesucht habe. Fündig bin ich aber nicht geworden. Meine Kriterien sind auch relativ streng. Zum einen kaufe ich nur ganze Mehrfamilienhäuser (ich möchte kein Gemeinschaftseigentum), zum anderen bin ich was die Städte angeht sehr wählerisch und dann darf es auch nicht zu viel kosten. Mehr als einen Faktor 15-16 bin ich wirklich nicht bereit zu bezahlen. Hier gilt ähnliches was ich auch schon für die General-Equities (Dividendentitel etc.) geschrieben habe: Immobilien sind tendenziell teuer bewertet! Ziehen die Zinsen wieder an, wird der Immobilienmarkt wieder einsacken. Ziel ist es in nicht allzu ferner Zukunft einen steten Strom passiven Einkommens zu generieren. Und Immobilien sind prinzipiell sehr geeignet dafür. Allerdings ziehe ich es beim aktuellen Marktumfeld vor Kapital aufzubauen und dieses später in Cash-Flow zu verwandeln (wenn die Bewertungen hoffentlich wieder vernünftigere Dimensionen angenommen haben). Lange Rede kurzer Sinn: ich werde auch 2018 weiter Ausschau halten, mir aber nicht das Ziel setzen eine neue Immobilie zu kaufen. Stattdessen ist das Ziel ganz langweilig das EK auf EUR 87.000 zu steigern. Mittlerweile haben sich auch über EUR 10.000 Rücklagen gebildet (die nicht in meine Net-Worth Betrachtung einfließen). Einen Teil davon möchte ich in die Modernisierung der Immobilie investieren. Zum einen erhöht das die Vermietbarkeit, zum anderen muss ich irgendwie meine Steuerlast reduzieren.

Mein Cash: tja, da wiederhole ich einfach mein Ziel für 2017: EUR 15.000 Cash-Polster.

Am Kapitalmarkt möchte ich mir dieses Jahr ein noch ambitionierteres Ziel als 2017 setzen. Man wächst nur mit der Herausforderung. Und die lautet für 2018 einen Portfoliowert von  EUR 330.000 zu erreichen! Das entspricht einer Steigerung von EUR 90.000 im Vergleich zu Dezember 2017. Wo soll diese Summe herkommen? Wie Eingangs geschrieben, möchte ich meine Sparrate konstant auf ca. EUR 60.000 halten. Davon gehen EUR 45.000 in den Kapitalmarkt und EUR 15.000 in die Cash-Rücklage. Bleiben also noch EUR 45.000 die aus Wertsteigerungen kommen müssen. Um diese starke Performance erreichen zu können, habe ich mein Portfolio etwas umstrukturiert. Zu Beginn des Jahres habe ich folgende Gewichtung gewählt: 50% Silberminen, 30% Basemetals (Kupfer, Zink, Kobalt) und 20% Goldminen. Sollte der Goldpreis 2018 tatsächlich aus seiner Seitwärtsbewegung von 2017 ausbrechen, wird Silber die Bewegung verstärkt nachvollziehen. Folglich müssten die Silberaktien den Sektor outperformen. Im Laufe des Jahres möchte ich meine Exposure im Kupfersektor noch etwas weiteer ausbauen.
Was sind eure Pläne für 2018?

 

Alles Gute und viel Erfolg! Euer Finanzr

Jahresrückblick 2017

Ein frohes neues Jahr 2018 Euch allen!

Der Jahresrückblick ist längst überfällig! Wie ist 2017 gelaufen und habe ich die Ziele erreicht?

Es ist wirklich viel passiert in den letzten 12 Monaten. Neuer Job, neue Stadt, turbulente Börsen… Leider ist außerdem mein treues MacBook abgeraucht. Momentan versuche ich irgendwie die Daten zu retten – vielleicht hat da ja von euch jemand einen Tipp? Naja, deswegen schreibe ich diesen Text von einem Windows Rechner (dieses System macht mich wahnsinnig! Ständig wird ein Neustart erzwungen, das WLAN wird nicht erkannt… aaahhhhh!). Aber noch viel schlimmer: ich komme momentan auch nicht an meine Exceltabelle mit den Planzahlen und der Historie. Somit gibt es auch diesmal keine Grafik wo man die monatliche Entwicklung beobachten kann. Ich habe das Excel neu aufgesetzt und werde es ergänzen, sollte mir die Wiederherstellung der Daten gelingen.

Die Aktienmärkte hatten 2017 wieder einmal ein fulminantes Jahr! Durch die Bank kannten die großen Indizes nur eine Richtung: nach oben. Und das bei teilweise bereits abenteuerlichen Bewertungen. Der Bullenmarkt geht weiter. Nichts kann ihn aufhhalten. Noch nichtmal politische Unsicherheiten (Nordkorea). Alles ist perfekt und wird immer so weitergehen. Bis es eben nicht mehr weiter geht. Fakt ist: fundamental sind wir näher an der Spitze als am Tal. Das Abwärtsrisiko ist immens, und das Aufwärtspotential aus meiner Sicht beschränkt. Aber der Schwarm schwimmt weiter in die eine Richtung – niemand kann vorhersagen wie lange noch (2 Monate, 2 Jahre…). Und vielleicht kann man nochmal 20% Rendite aus diesem gealterten Bullen herausholen. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Wer weiss das schon. Aber das Risk- Reward Profil ist asymmetrisch und das Verlustrisiko zu hoch. Deswegen habe ich im Laufe des Jahres meine letzten „General-Equities“ verkauft.

Deep-Value findet man z.B. im Rohstoffbereich. Der letzte Rohstoffbulle ist nun schon eine ganze Weile her (das war ein ziemlich aggressiver Bulle!) und wir waren etliche Jahre in einem Bärenmarkt. Das hat zum einen bei etlichen Rohstoffen (Zink, Kupfer…) zu Supply-Destruction geführt, zum anderen waren die Minenbetreiber gezwungen sich auf niedrige/fallende Preise einzustellen und haben ihre Operations und Cash-Flows optimiert. So stehen viele Firmen fundamental sehr gut da und haben depressive Bewertungen. Alles was es braucht ist ein steigender Rohstoffpreis… Im Rohstoffbereich sind wir definitiv näher am Tal als am Gipfel. Das Downside Risiko ist begrenzt und die Upside immens. Vielleicht geht es nochmal 20% runter. Vielleicht auch 30%. Aber das Potential 200% oder 500% zu machen ist da! Deswegen ist dieser Sektor für mich momentan die bevorzugte Anlageklasse!

Der Goldpreis ist zwar yoy gut 10% gestiegen. Allerdings war das kein stetiger Anstieg – wir hatten lange Seitwärts-Phasen und Kurseinbrüche. Das hat viele Investoren im Goldminen Sektor frustriert. Insbesondere das letzte Drittel von 2017 war wirklich nichts für schwache Nerven. Das Gold- und Silberportfolio war teilweise 35% im roten Bereich. Deswegen ist Diversifikation sehr wichtig. Ich hatte einen (zu) kleinen Teil des Gesamtportfolios in Kobalt und Lithium-Explorern, sowie Kupferminen investiert. Diese Werte sind sehr gut gelaufen (und Kobalt ist vielleicht mal ein extra Artikel wert) und haben das Gesamtportfolio etwas abgepuffert. Ich lag im November hoffnungslos abgeschlagen hinter meinen Zielen zurück. Bis, tja, bis die Nikolaus-Rallye in Gold und Silber eingesetzt hat. Gold hat sich innerhalb von zwei Wochen von 1.250$/oz auf über 1.300$/oz hochgearbeitet. Das hat natürlich auch den zuvor abgestraften Minenaktien wieder Leben eingehaucht. In den zwei Wochen sind viele meiner Werte um 20-50% gestiegen und haben die Verluste aus den vorherigen Monaten fast wieder wett gemacht…

Wo stehe ich also mit meinem Vermögen für 2017:

Kommen wir zum ersten Ziel. Mein Cash-Polster auf EUR 15.000 ausbauen. Das hat mal wieder überhaupt nicht geklappt! Ich muss mir hier was anderes überlegen. Momentan habe ich nur knapp EUR 3.000 an Cash-Reserven. Ich konnte die Finger wieder nicht ruhig lassen.

Das Geld ist stattdessen voll in mein Aktienportfolio gewandert. Hier hatte ich mir als Ziel einen Wert von EUR 220.000 gesetzt. Die erfreuliche Nachricht ist, dass ich hier mein Ziel durch die oben beschriebene Jahresendrally bei Gold voll erreichen konnte. Der Stand am 31.12.2017 war stolze EUR 240.024 – fast EUR 20.000 mehr als geplant. Oder auch fast um den Betrag zu hoch um den ich mein Cash-Polster aufbauen wollte… Naja, ich bin natürlich trotzdem voll zufrieden!

Als nächstes kommen wir zum Thema Immobilien: meinem Mehrfamilienhaus. Hier gibt es zum Glück nichts zu berichten, ausser dass alles nach Plan gelaufen ist und der EK Wert nun bei ziemlich genau EUR 77.000 steht. Ein paar kleinere Reparaturen gab es, aber nichts was erwähnenswert wäre. Außerdem gab es einen Mieterwechsel, den ich für eine Mieterhöhung nutzen konnte. Ich habe deswegen ein bisschen Angst vor einer saftigen Steuernachzahlung für 2017…

Mein gesamtes Net-Worth beläuft sich also auf EUR 316.976 und die 2017 Ziele wurden (fast) voll erfüllt! So kann es weiter gehen!

Wie ist euer 2017 gelaufen?

 

Neth-Worth Update

Mein letzter Beitrag ist jetzt schon wieder knapp ein Quartal her. Zeit für ein Update!

An meinem Ansatz und Portfolio hat sich im Grundsatz nichts geändert. Es war aber trotzdem eine turbulente Zeit. Der Goldpreis hat im Juni sein zweites Top ausgebildet und im Juli den Widerstand im Bereich von 1.213 $/oz nach unten getestet. Zum Glück hat er gehalten. Durch dieses Auf und Ab, haben die Minenaktien zwischenzeitlich sogar noch weiter abverkauft. Einige meiner Titel waren 45% im Minus. Da braucht man einen starken Magen und muss an seine Investmenthypothese glauben. Für mich der Beweis, dass mein kurzfristiges Timing schlecht ist. Ich bin definitiv kein Trader, der die Marktbewegungen auf Monatsbasis vorhersagen kann. Aber ich bin überzeugt, dass der Edelmetall-Sektor historisch unterbewertet ist und wir in 2 Jahren ganz andere Preise sehen.

Zum Glück hat im Juli eine Gegenbewegung gestartet, die den Preis bei Gold auf 1.320 $/oz katapultiert hat. Damit sind wir wieder auf dem Preisniveau von September 2016. Schauen wir uns den Silberpreis an, dann hat dieser den Goldpreis bis heute massiv unter-performt! Hier haben wir knapp 2$ Luft oder 10% bis zum Niveau von September 2016. Auch die Minenaktien haben zwar in den letzten Tagen (nach dem Sprung über 1.300$/oz) eine veritable Rally hingelegt, aber etliche Minen sind trotz guter operativer Performance nur knapp bei 50% im Vergleich zum September 2016. Hier schlummern bis zu 100% kurzfristiges Aufholpotential.

Deswegen habe ich die letzten Monate eisern gespart und aggressiv nachgekauft. Mein Fokus lag auf Silber-Minenaktien. Ich erwarte hier einfach den größten Hebel auf steigende Preise!

Mein Net-Worth liegt Stand heute auf 281.284 € und damit ziemlich genau 100.000 € über Vorjahresniveau. Trotz der Underperformance bei den Minenaktien bin ich noch perfekt im Plan. Allerdings werden mich in den nächsten Monaten ein paar ungeplante Ausgaben treffen, die einen großen Batzen meines verfügbaren Cashs aufbrauchen. Das bedeutet keine neuen Investitionen und ich habe keine Möglichkeit auf eventuelle Rücksetzer zu reagieren. Außerdem werden diese Ausgaben das Net-Worth in den kommenden zwei Monaten mindern. Mein Vorsatz den Cashbestand zu schonen hat also schon wieder einen herben Rückschlag erhalten. Mal sehen ob die Minenaktien diese Lücke durch gute Performance ausgleichen können!

Hier die monatliche Entwicklung. Sieht doch schön stetig aus, oder?

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Und hier der Vergleich mit den Vorjahren, seit Beginn meiner Aufzeichnungen:

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Euer Finanzr