Net Worth Update Mai 2018

Ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen. Das liegt daran, dass das Jahr 2018 sowohl beruflich, wie auch privat sehr spannend und dynamisch ist. Im Grunde alles sehr positive Entwicklungen. Dadurch haben mir leider die berühmten ruhigen Minuten gefehlt um mich meinem Blog zu widmen… Nach 5 Monaten ist es aber wieder soweit! Mittlerweile habe ich auch meine alten Daten wieder gerettet und meine Grafiken auf die tatsächliche Historie angepasst (s.a. Post über die Ziele für 2019). Ich habe in meinen Networth Trakr außerdem langfristige Planungsbänder eingefügt: das obere Band entspricht 20% Rendite auf meine liquiden Assets, das mittlere 15% und das untere 8%. Kurzfristig habe ich mir für dieses Jahr grob die 20% Rendite gesetzt. Mittelfristig peile ich die 15% an.

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Fangen wir mit der Übersicht an: zum 31.05.2018 belief sich mein Networth auf insgesamt 337.530€ – das sind 104.558€ mehr als Ende Mai 2017. Eine stolze Steigerung. Doch leider bin ich insgesamt hinter meinem ambitionierten Plan für 2018. Die Differenz zum Soll beträgt immerhin 12.500€. Woran liegt das?

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Bei der Immobilie läuft alles nach Plan. Keine Mietausfälle und keine unerwarteten Kosten. Das Haus ist wirklich sehr stabil. An der Sparquote liegt es auch nicht. Meine Anlagen in Gold- und Silberminen haben nicht gut performt. Das liegt an der Seitwärtsbewegung des Goldpreises. Ich bin hier aber nach wie vor sehr entspannt. Meine Anlagethese beruht auf der Tatsache, dass Edelmetalle und Rohstoffe die wahrscheinlich letzte Assetklasse sind, die nicht massiv durch die Geldflut der Zentralbanken überbewertet sind. Tatsächlich ist diese Assetklasse im Verhältnis zu DAX, S&P500 und Co sogar historisch unterbewertet. Gleichzeitig sind Staaten und Unternehmen massiv verschuldet. Schaut euch mal die Target 2 Salden an, dann wisst ihr was ich damit meine. Der Ausweg aus dieser Schuldenfalle ist entweder ein Haircut oder Inflation. Ein Haircut tut weh und ist politisch schwer durchsetzbar (wenngleich wohl auch der richtige Ansatz), somit bleibt eigentlich nur die Inflation. Mittelfristig gehe ich also von steigenden Preisen realer Anlagen aus (auch „normale“ Aktien). Ich bin aber auch davon überzeugt, dass diese Mischung zu einer Neubewertung von Edelmetallen und Rohstoffen sorgen wird und diese mittelfristig wesentlich besser performen.

Es bleibt aber spannend ob die Neubewertung noch dieses Jahr kommt und ich mein Anlageziel dieses Jahr tatsächlich erreichen kann. Die Märkte sind volatil und für mich ist entscheidend, dass ich meine Sparquote aufrechterhalten kann. Somit sehe ich mich trotz des Rückstands auf den 2018er Plan grundsätzlich in der richtigen Spur.

Für den Juni Bericht habe ich eine spannende Neuigkeit für meine langfristige Vermögensplanung. Seid also gespannt auf eine große Veränderung!

 

Euer Finanzr

 

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Ziele 2018

Neues Jahr, neues Glück! Es wird sich dieses Jahr auch wieder viel ändern (wir bekommen z.B. unser zweites Kind). Ein paar Dinge möchte ich aber gleich lassen. Ich hoffe, dass ich auch mit zwei Kindern die Sparrate ähnlich hoch halten kann wie in 2017. Das wird vermutlich eines der ambitioniertesten Ziele für 2018.

Kommen wir zum Thema Immobilien: ich muss gestehen, dass ich auch in 2017 immer weiter nach geeigneten Objekten gesucht habe. Fündig bin ich aber nicht geworden. Meine Kriterien sind auch relativ streng. Zum einen kaufe ich nur ganze Mehrfamilienhäuser (ich möchte kein Gemeinschaftseigentum), zum anderen bin ich was die Städte angeht sehr wählerisch und dann darf es auch nicht zu viel kosten. Mehr als einen Faktor 15-16 bin ich wirklich nicht bereit zu bezahlen. Hier gilt ähnliches was ich auch schon für die General-Equities (Dividendentitel etc.) geschrieben habe: Immobilien sind tendenziell teuer bewertet! Ziehen die Zinsen wieder an, wird der Immobilienmarkt wieder einsacken. Ziel ist es in nicht allzu ferner Zukunft einen steten Strom passiven Einkommens zu generieren. Und Immobilien sind prinzipiell sehr geeignet dafür. Allerdings ziehe ich es beim aktuellen Marktumfeld vor Kapital aufzubauen und dieses später in Cash-Flow zu verwandeln (wenn die Bewertungen hoffentlich wieder vernünftigere Dimensionen angenommen haben). Lange Rede kurzer Sinn: ich werde auch 2018 weiter Ausschau halten, mir aber nicht das Ziel setzen eine neue Immobilie zu kaufen. Stattdessen ist das Ziel ganz langweilig das EK auf EUR 87.000 zu steigern. Mittlerweile haben sich auch über EUR 10.000 Rücklagen gebildet (die nicht in meine Net-Worth Betrachtung einfließen). Einen Teil davon möchte ich in die Modernisierung der Immobilie investieren. Zum einen erhöht das die Vermietbarkeit, zum anderen muss ich irgendwie meine Steuerlast reduzieren.

Mein Cash: tja, da wiederhole ich einfach mein Ziel für 2017: EUR 15.000 Cash-Polster.

Am Kapitalmarkt möchte ich mir dieses Jahr ein noch ambitionierteres Ziel als 2017 setzen. Man wächst nur mit der Herausforderung. Und die lautet für 2018 einen Portfoliowert von  EUR 330.000 zu erreichen! Das entspricht einer Steigerung von EUR 90.000 im Vergleich zu Dezember 2017. Wo soll diese Summe herkommen? Wie Eingangs geschrieben, möchte ich meine Sparrate konstant auf ca. EUR 60.000 halten. Davon gehen EUR 45.000 in den Kapitalmarkt und EUR 15.000 in die Cash-Rücklage. Bleiben also noch EUR 45.000 die aus Wertsteigerungen kommen müssen. Um diese starke Performance erreichen zu können, habe ich mein Portfolio etwas umstrukturiert. Zu Beginn des Jahres habe ich folgende Gewichtung gewählt: 50% Silberminen, 30% Basemetals (Kupfer, Zink, Kobalt) und 20% Goldminen. Sollte der Goldpreis 2018 tatsächlich aus seiner Seitwärtsbewegung von 2017 ausbrechen, wird Silber die Bewegung verstärkt nachvollziehen. Folglich müssten die Silberaktien den Sektor outperformen. Im Laufe des Jahres möchte ich meine Exposure im Kupfersektor noch etwas weiteer ausbauen.
Was sind eure Pläne für 2018?

 

Alles Gute und viel Erfolg! Euer Finanzr

Jahresrückblick 2017

Ein frohes neues Jahr 2018 Euch allen!

Der Jahresrückblick ist längst überfällig! Wie ist 2017 gelaufen und habe ich die Ziele erreicht?

Es ist wirklich viel passiert in den letzten 12 Monaten. Neuer Job, neue Stadt, turbulente Börsen… Leider ist außerdem mein treues MacBook abgeraucht. Momentan versuche ich irgendwie die Daten zu retten – vielleicht hat da ja von euch jemand einen Tipp? Naja, deswegen schreibe ich diesen Text von einem Windows Rechner (dieses System macht mich wahnsinnig! Ständig wird ein Neustart erzwungen, das WLAN wird nicht erkannt… aaahhhhh!). Aber noch viel schlimmer: ich komme momentan auch nicht an meine Exceltabelle mit den Planzahlen und der Historie. Somit gibt es auch diesmal keine Grafik wo man die monatliche Entwicklung beobachten kann. Ich habe das Excel neu aufgesetzt und werde es ergänzen, sollte mir die Wiederherstellung der Daten gelingen.

Die Aktienmärkte hatten 2017 wieder einmal ein fulminantes Jahr! Durch die Bank kannten die großen Indizes nur eine Richtung: nach oben. Und das bei teilweise bereits abenteuerlichen Bewertungen. Der Bullenmarkt geht weiter. Nichts kann ihn aufhhalten. Noch nichtmal politische Unsicherheiten (Nordkorea). Alles ist perfekt und wird immer so weitergehen. Bis es eben nicht mehr weiter geht. Fakt ist: fundamental sind wir näher an der Spitze als am Tal. Das Abwärtsrisiko ist immens, und das Aufwärtspotential aus meiner Sicht beschränkt. Aber der Schwarm schwimmt weiter in die eine Richtung – niemand kann vorhersagen wie lange noch (2 Monate, 2 Jahre…). Und vielleicht kann man nochmal 20% Rendite aus diesem gealterten Bullen herausholen. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Wer weiss das schon. Aber das Risk- Reward Profil ist asymmetrisch und das Verlustrisiko zu hoch. Deswegen habe ich im Laufe des Jahres meine letzten „General-Equities“ verkauft.

Deep-Value findet man z.B. im Rohstoffbereich. Der letzte Rohstoffbulle ist nun schon eine ganze Weile her (das war ein ziemlich aggressiver Bulle!) und wir waren etliche Jahre in einem Bärenmarkt. Das hat zum einen bei etlichen Rohstoffen (Zink, Kupfer…) zu Supply-Destruction geführt, zum anderen waren die Minenbetreiber gezwungen sich auf niedrige/fallende Preise einzustellen und haben ihre Operations und Cash-Flows optimiert. So stehen viele Firmen fundamental sehr gut da und haben depressive Bewertungen. Alles was es braucht ist ein steigender Rohstoffpreis… Im Rohstoffbereich sind wir definitiv näher am Tal als am Gipfel. Das Downside Risiko ist begrenzt und die Upside immens. Vielleicht geht es nochmal 20% runter. Vielleicht auch 30%. Aber das Potential 200% oder 500% zu machen ist da! Deswegen ist dieser Sektor für mich momentan die bevorzugte Anlageklasse!

Der Goldpreis ist zwar yoy gut 10% gestiegen. Allerdings war das kein stetiger Anstieg – wir hatten lange Seitwärts-Phasen und Kurseinbrüche. Das hat viele Investoren im Goldminen Sektor frustriert. Insbesondere das letzte Drittel von 2017 war wirklich nichts für schwache Nerven. Das Gold- und Silberportfolio war teilweise 35% im roten Bereich. Deswegen ist Diversifikation sehr wichtig. Ich hatte einen (zu) kleinen Teil des Gesamtportfolios in Kobalt und Lithium-Explorern, sowie Kupferminen investiert. Diese Werte sind sehr gut gelaufen (und Kobalt ist vielleicht mal ein extra Artikel wert) und haben das Gesamtportfolio etwas abgepuffert. Ich lag im November hoffnungslos abgeschlagen hinter meinen Zielen zurück. Bis, tja, bis die Nikolaus-Rallye in Gold und Silber eingesetzt hat. Gold hat sich innerhalb von zwei Wochen von 1.250$/oz auf über 1.300$/oz hochgearbeitet. Das hat natürlich auch den zuvor abgestraften Minenaktien wieder Leben eingehaucht. In den zwei Wochen sind viele meiner Werte um 20-50% gestiegen und haben die Verluste aus den vorherigen Monaten fast wieder wett gemacht…

Wo stehe ich also mit meinem Vermögen für 2017:

Kommen wir zum ersten Ziel. Mein Cash-Polster auf EUR 15.000 ausbauen. Das hat mal wieder überhaupt nicht geklappt! Ich muss mir hier was anderes überlegen. Momentan habe ich nur knapp EUR 3.000 an Cash-Reserven. Ich konnte die Finger wieder nicht ruhig lassen.

Das Geld ist stattdessen voll in mein Aktienportfolio gewandert. Hier hatte ich mir als Ziel einen Wert von EUR 220.000 gesetzt. Die erfreuliche Nachricht ist, dass ich hier mein Ziel durch die oben beschriebene Jahresendrally bei Gold voll erreichen konnte. Der Stand am 31.12.2017 war stolze EUR 240.024 – fast EUR 20.000 mehr als geplant. Oder auch fast um den Betrag zu hoch um den ich mein Cash-Polster aufbauen wollte… Naja, ich bin natürlich trotzdem voll zufrieden!

Als nächstes kommen wir zum Thema Immobilien: meinem Mehrfamilienhaus. Hier gibt es zum Glück nichts zu berichten, ausser dass alles nach Plan gelaufen ist und der EK Wert nun bei ziemlich genau EUR 77.000 steht. Ein paar kleinere Reparaturen gab es, aber nichts was erwähnenswert wäre. Außerdem gab es einen Mieterwechsel, den ich für eine Mieterhöhung nutzen konnte. Ich habe deswegen ein bisschen Angst vor einer saftigen Steuernachzahlung für 2017…

Mein gesamtes Net-Worth beläuft sich also auf EUR 316.976 und die 2017 Ziele wurden (fast) voll erfüllt! So kann es weiter gehen!

Wie ist euer 2017 gelaufen?

 

Neth-Worth Update

Mein letzter Beitrag ist jetzt schon wieder knapp ein Quartal her. Zeit für ein Update!

An meinem Ansatz und Portfolio hat sich im Grundsatz nichts geändert. Es war aber trotzdem eine turbulente Zeit. Der Goldpreis hat im Juni sein zweites Top ausgebildet und im Juli den Widerstand im Bereich von 1.213 $/oz nach unten getestet. Zum Glück hat er gehalten. Durch dieses Auf und Ab, haben die Minenaktien zwischenzeitlich sogar noch weiter abverkauft. Einige meiner Titel waren 45% im Minus. Da braucht man einen starken Magen und muss an seine Investmenthypothese glauben. Für mich der Beweis, dass mein kurzfristiges Timing schlecht ist. Ich bin definitiv kein Trader, der die Marktbewegungen auf Monatsbasis vorhersagen kann. Aber ich bin überzeugt, dass der Edelmetall-Sektor historisch unterbewertet ist und wir in 2 Jahren ganz andere Preise sehen.

Zum Glück hat im Juli eine Gegenbewegung gestartet, die den Preis bei Gold auf 1.320 $/oz katapultiert hat. Damit sind wir wieder auf dem Preisniveau von September 2016. Schauen wir uns den Silberpreis an, dann hat dieser den Goldpreis bis heute massiv unter-performt! Hier haben wir knapp 2$ Luft oder 10% bis zum Niveau von September 2016. Auch die Minenaktien haben zwar in den letzten Tagen (nach dem Sprung über 1.300$/oz) eine veritable Rally hingelegt, aber etliche Minen sind trotz guter operativer Performance nur knapp bei 50% im Vergleich zum September 2016. Hier schlummern bis zu 100% kurzfristiges Aufholpotential.

Deswegen habe ich die letzten Monate eisern gespart und aggressiv nachgekauft. Mein Fokus lag auf Silber-Minenaktien. Ich erwarte hier einfach den größten Hebel auf steigende Preise!

Mein Net-Worth liegt Stand heute auf 281.284 € und damit ziemlich genau 100.000 € über Vorjahresniveau. Trotz der Underperformance bei den Minenaktien bin ich noch perfekt im Plan. Allerdings werden mich in den nächsten Monaten ein paar ungeplante Ausgaben treffen, die einen großen Batzen meines verfügbaren Cashs aufbrauchen. Das bedeutet keine neuen Investitionen und ich habe keine Möglichkeit auf eventuelle Rücksetzer zu reagieren. Außerdem werden diese Ausgaben das Net-Worth in den kommenden zwei Monaten mindern. Mein Vorsatz den Cashbestand zu schonen hat also schon wieder einen herben Rückschlag erhalten. Mal sehen ob die Minenaktien diese Lücke durch gute Performance ausgleichen können!

Hier die monatliche Entwicklung. Sieht doch schön stetig aus, oder?

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Und hier der Vergleich mit den Vorjahren, seit Beginn meiner Aufzeichnungen:

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Euer Finanzr

There is no straight line up…

Ich habe schon länger nicht mehr geschrieben. Zum einen fehlte mir die Zeit, zum anderen die Ideen.

Wer die letzten Wochen die Edelmetallpreise beobachtet hat, dem ist das Blutbad nicht entgangen. Gold ist von knapp 1.366 $/oz auf 1.220 $/oz gefallen (– 11%). Diese Korrektur ist in meinen Augen nicht unüblich. Was mich eher überrascht hat, ist die massive Underperformance von Silber. Hier ging es von 20,60 $/oz in einer fast geraden Linie runter auf 15,70 $/oz (–24%). Wow – das war ein echter Leberhaken für meine Silberminen Holdings.

Mit dem Tag heute, sieht es so aus, als ob wir einen zwischen Bottom gesehen haben. Die Rückbewegung ist für meinen Geschmack allerdings etwas zu explosiv (Gold +1,8% an einem Handelstag…). Es ist immer gesünder, wenn der Preis sich etwas langsamer entwickelt.

Es ist ganz offensichtlich, dass mein Portfolio unter der Korrektur massiv gelitten hat. Hier ein paar Highlights:

Teranga Gold –24%

Orca Gold –17%

Impact Silver –22%

Alexco Silver –19%

Und so weiter, und so fort… AUTSCH! Auf dem Papier habe ich einen zweistelligen Betrag verloren. AUTSCH! AUTSCH! Diese Verluste konnte ich zum Teil durch eine hohe Bonuszahlung kompensieren, aber eben nur zum Teil. In solchen Marktphasen ist es extrem wichtig eine klare Strategie, eine Hypothese und eine Plan zu haben. Nur wenn man entsprechend vorbereitet ist, kann man mit der Volatilität umgehen und den Druck bei zweistelligen Verlusten zu verkaufen widerstehen. Natürlich muss man seine Investmenthypothese immer hinterfragen. Haben sich das Macro- und/oder Micro-Bild verändert, muss man schnell und entschlossen verkaufen! Ist die These in Takt: tief durchschnaufen und die niedrigen Preise als Geschenk verstehen. Nachkaufen! Nachkaufen! Nachkaufen!

Die wichtigste Lektion für mich aus dieser negativen Entwicklung ist: keep your Cash! Wenn man keine Liquidität hat, kann man diese Marktphasen nicht nutzen und sie streichen an einem vorbei. Ich konnte durch die Bonuszahlung zum Glück etwas nachkaufen, hätte aber im Vorfeld disziplinierter sein müssen! Es ist immer gut Gewinne mitzunehmen. Es ist OK, wenn man nicht die komplette Upside mitnimmt. Es ist wichtiger die Downside zu minimieren – und dazu gehört eben diszipliniert Gewinne zu realisieren, wenn es am schwersten fällt: bei steigenden Kursen! Außerdem hätte ich weniger investieren und mehr Kapital zurücklegen sollen. Die Cash-Position ist eindeutig eine Schwäche von mir, die ich ausmerzen muss. Wer Ideen hat, wie man das umsetzen kann immer her damit!

Naja, im Großen und Ganzen bin ich mit der Entwicklung meines Net-Worth immer noch sehr zufrieden. Mein aktuelles Net-Worth (Stand: 17. Mai 2017) ist etwas über € 260.000. Trotz der schwachen Phase bin ich immer noch knapp € 8.000 über meinem ambitionierten Plan. Ich gehe davon aus, dass sich die Volatilität in den Edelmetallen kurz- und langfristig zu meinem Vorteil auswirkt. Ich werde aber in der Zukunft verstärkt auf meinen Cash-Bestand achten…

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There is no straight line up…!

Wie hat sich euer Vermögen entwickelt?

Explosiver Jahresstart und Milestone Erfüllung

Normalerweise versuche ich die Net-Worth Updates einmal pro Quartal zu geben, aber im Februar habe ich einen Meilenstein erreicht, den ich eigentlich erst Mai/Juni 2017 geplant hatte: die Viertelmillion (klingt irgendwie besser als 250k) ist gefallen. Deswegen gibt es das Update als Zwischenstand also schon etwas früher.

Im Vergleich zu Ende Dezember ist das innerhalb von 1.5 Monaten immerhin ein Sprung von über EUR 40.000 und das ohne Sonderzahlungen meines Arbeitgebers. Ein wirklich explosiver Jahresstart! In der gewohnten Short-Term-Trakr Darstellung sieht die Entwicklung so aus:

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Ich experimentiere gerade ein bisschen mit der Darstellung und habe die Net-Worth Plankurve gestrichelt dargestellt. Mal sehen – vielleicht baue ich in Zukunft auch einfach eine zweite Kurve für den Plan-Ist Vergleich ein. Auch im Jahresvergleich sieht die Entwicklung sehr gut aus. Ich konnte das Vermögen um satte EUR 105.000 steigern. Damit bin ich meinem Jahresziel einen guten Schritt näher gekommen. Und der Februar ist ja noch nicht zu Ende…

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Woher kommt nun dieser starke Sprung? Das außerplanmäßige Wachstum ist ausschließlich der unberechenbaren Assetklasse „Aktien“ zuzuordnen und nicht etwa unerwarteten Cash-Flows wie ein Erbe. Meine (sehr riskante) Anlagestrategie habe ich ja bereits im vorherigen Post kurz dargelegt. Dazu hat mich http://www.fifighter.com Anfang 2016 dazu inspiriert und ich habe mich intensiver mit dem Thema Rohstoffe und Markt-Timing auseinander gesetzt. Bis ca. November 2016 habe ich den Großteil meines traditionellen Dividenden Portfolios in Rohstoff- und Edelmetallminen umgeschichtet, was vom Timing nicht perfekt, aber ganz OK war (ein perfektes Timing ist ja auch nur Zufall – zumindest würde ich das bei meinen beschränkten Fähigkeiten so sehen). Getrieben durch die Erholung des Gold- und Silberpreises seit Dezember, hat auch mein Portfolio einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Natürlich ist das alles keine Einbahnstraße – so schnell wie es hoch gegangen ist, kann es auch wieder runter gehen. Wir werden sehen ob die Viertelmillion hält, ich erwarte jedoch immer stärkere Schwankungen, da der Aktienanteil in meinem Gesamtvermögen immer weiter steigt und damit auch die Volatilität immer mehr durchschlägt. Ich werde daher die Entwicklung kritisch und eng beobachten und gegebenenfalls Gewinne mitnehmen um das Risiko zu reduzieren. Bislang bin ich mit der Entwicklung aber sehr zufrieden. Auch das monatliche Gold-Chart sieht sehr vielversprechend aus. In den nächsten Wochen/Monaten dürften wir wieder auf die 1.300 $/oz zulaufen…

Wie seid ihr in das Jahr gestartet?